Peter Unbehauen

 

Schon seit seiner Kindheit hat Peter Unbehauen ein Faible für norddeutsche Folklore, obwohl seine Familie eigentlich aus Franken stammt, daher auch der ungewöhnliche Name.

 

Doch schon 1460 wanderte der unternehmungslustige Claus Unbehauen (*1435) ins damals entvölkerte Fehmarn ein. Dort lebten die Unbehauens in Frieden, bis der 30jährige Krieg auch Fehmarn einholte. 1644 fielen Asmus und Claus Unbehauen in der Schlacht von Puttgarden, als die Schweden die Insel eroberten.

 

In jüngerer Vergangenheit waren viele seiner Vorfahren "Schipper". Der Heimatdichter Klaus Groth setzte seinem Urgroßvater Heinrich ein Denkmal mit dem Gedicht vom "Schipper Unbehauen", erschienen im "Quickborn", Bd. 2.

 

Besonders beeindruckte ihn sein Großonkel Franz, welcher als freischaffender Schipper außerhalb der bürgerlichen Normen stand - im krassen Gegensatz zu seinen Großeltern, die Franz wie folgt charakterisierte: " Dort müssen sogar die Fliegen die Wände im rechten Winkel entlanglaufen". So wuchs er schon damals "multikulturell" auf.

 

Die norddeutsche Musik und sein Akkordeon führten ihn schon als musikalischen Botschafter Hamburgs nach Yokohama, Miami, Santo Domingo und St. Petersburg.

 

Seit 2003 wirkt er als Bänkelsänger mit in der Oper "Lulu" von Alban Berg an der Hamburgischen Staatsoper - in einer Neuinszenierung von Peter Konwitschny.

 

Insgesamt verfasste er bislang sechs Bücher, wovon "Dass ihr euch ja nich schietig macht!", das Hamburg-Liederbuch, bereits in 6. Auflage erscheint.